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Hier finden Sie alle Titel in alphabetischer Reihenfolge und weiter unten einige ausgewählte Texte. Nach denen gefragt wurde oder auf die jemand besonders stolz ist...

A - C

Aaalle Menschen ... (Internationales Friedenslied)

Aller Anfang

Als ich ein kleiner Junge war

Blau blau blau - Mein Marienlied

Bleib bei mir!

Brauchtumsticker

Catherine (Sailorboy 2ème partie)

Caroline!

Chanson de Troyes

Chucky

 

D

Das ist alles meins

Das Leben ist kein Ponyhof

Data Blues

debora

Die alten Lieder (Student sein)

Die Macht der Musik

Die Wahrheit

Dinge die zusammengehören

Dinowelt

Du hast doch aus mir getrunken

du hast mich erfunden

 

E - H

Ein guter Tag (Wittelsbacher-Trilogie Teil 3)

Entschuldigung, Welt

Es ist wie's ist und ich bin wer ich bin (Your Song)

Flusskönigin

Flusskreuzfahrt (Das traurigste Lied der Welt)

Gassentrio 2019

Gegenstände

Gib's mir schriftlich (Tätowierungslied)

Gut für die Welt (dass es die Liebe gibt)

Heiner

Heiß brennt die Sonne auf Hurghada

Heute gibt's Papaya

 

I - J 

Ich bau dir ein Schloss

Ich Baum dein Freund

Ich geh durch mein Leben und stell mir was vor...

Ich hab was Fürchterliches getan

Ich hätte nie gedacht (Verbotene Liebe II)

Ich liebe...

Irgendwann (Liebst du mich dann immer noch?)

Jahreszeiten

Jolante

Julie, Julie, Julie

 

K

Kenn' Sie das auch?

Kalauertourette

Kinder brauchen Märchen

Klassentreffen - Leben in einer Nuss

Kleiner Jakob

Knetlust

Komm an den Tresen

Kornsong

 

L

Lass uns wieder von der Liebe reden

Le matelot (Sailorboy 1ère partie)

leben ist dönerspieß

Lehn dich an mich (Was wird morgen sein)

lockengestöber

Lola tanzt (Wittelsbacher-Trilogie Teil 1)

 

M

Mädelswochenende (Das Lied von der Verwahrlosung)

Menü für dich

Mein erstes Mal (Das kam dann noch öfter)

Mein Lied

Meine Kerze brennt

Meine kleine Fleischereifachverkäuferin

Meine kleine Renaissanceschlampe

Meine schönsten Träume

Mond und Wind

 

N - R

Nigel lebt!

Obsession

Pappnas

Parkbank (Kleine Szene Nr. 19)

Piroschka

Publikumsbeschimpfung

Reicht doch so (Das Lied von Maß und Mitte)

Respekt! Respekt!

 

S

Sag jetzt bitte nichts Falsches

Schau mir in die Augen

Schwäne, Spiegel und Linden (Wittelsbacher-Trilogie Teil 2)

Sophiechen

Spätsommerabend auf dem Balkon

Straßenmusiker in Paris

 

T

Tausend Jahre sind ein Tag

Thekenphilosoph

Thym Thym Thym - (Kräuter der) Provence

Total viele Piloten

Troisdorf (Sag mir, warum ich dich lieben soll)

 

U - V

Unlied (für dich)

Us däm Kunibäätspötz

Verbotene Liebe

Vernissage

Vertröstelied

 

W - Z

Wenn wir was anderes wär'n

Wer einmal lügt

Wir sind Mitte 40!

Wir tanzen in den Sommer

Wo es so schön scheint

Wolkenkönig-Stunde

You, Me & Mo (Man muss sich im Leben auch verorten)

Zwei Leben  - Brille Brille Brille Brille

 

Thym Thym Thym (Uraufführung am 29. August 2024)

 

Provence. Subjektiv. Idylle oder Kärge? Jedenfalls Hitze in D-Moll, und der weiteste Abweg ist Bb-Moll.

 

Imitieren Sie beim Lesen im Geiste gern ein Zikaden-Geräusch. Dann werden Sie wissen, was Sie tun, wenn Sie das nächste Mal Kräuter der Provence zum Würzen verwenden.

 

Thym Thym Thym

 

Thym. Thym. Thym.

Sariette. Romarin.

Marjolaine. Sauge. Laurier. Lavende.

 

Die Hitze rührt die Schwaden schwer wie unsichtbaren Schaum.

Es rührt sich kein Gesang der Zikaden mehr im Olivenbaum.

Verstummt sind Wünsche, Gedanken, verstummt ist jeder Traum.

Ich denke Lavendel. Ich denke: Ich kenne dich kaum – Provence.

 

Thym. Thym. Thym.

Sariette. Romarin.

Marjolaine. Sauge. Laurier. Lavende.

 

Die Sonne sinkt, sie wird erst morgen die letzten Halme versengen.

Man sieht zwischen steinernen Häusern Sorgen und graue Wäsche hängen.

Ein struppiger Falke hält eine magere Maus in seinen Fängen.

Das ist die hagere Stunde, in die sich Neid und Missgunst drängen.

 

 

Thym. Thym. Thym.

Sariette. Romarin.

Marjolaine. Sauge. Laurier. Lavende.

          

Quellen-Mädchen, du suchst Gewürze, du hütest deine Ziegen.

Aus dem Dorf seh’n sie dich mit deiner Schürze um die Hügel fliegen.

Dein Vater starb, weil sie logen und weil sie schwiegen.

Wann werden wieder die Wasser wogen? Wann wird das Gute siegen?

 

 

Thym. Thym. Thym.

Sariette. Romarin.

Marjolaine. Sauge. Laurier. Lavende.

 

Weiß wie die Sonnen-Qual brennt vergebliche Liebe über der Mühle.

Wann kommt der Mistral? Ich sehne mich nach Dunkelheit und Kühle.

Ich weiß: Ihr würdet euch meiner für immer erinnern im Geigengewühle,

wenn ich jetzt aus dem hohen Giebel auf die staubige Erde fiele.

 

 

Thym. Thym. Thym.

Sariette. Romarin.

Marjolaine. Sauge. Laurier. Lavende.

 

 

König Thymian.

Maitre Majoran.

Bohnenkraut-Braut.

Römischer Lorbeer-Legionär.

Rosmarin –

all die Toten im Sinn.

Ein Salbei-Schrei

nach Lavendel-Liebe.

 

 

Thym. Thym. Thym.

Sariette. Romarin.

Marjolaine. Sauge. Laurier. Lavende.

 

 

Die alten Lieder (Uraufführung am 26. Mai 2025)

 

Strophen-Reflektionen zu Gründungsnacht, scientia, religio, Komment, patria, amicitia und der Zukunft, die Feier und Relativierung, Preis und Anstoß sein wollen. Denn was wird und was soll in 100 Jahren von Trechtingshausen herab über den Rhein klingen? 

 

Die alten Lieder (Student sein)

 

Wolken schwarz und stumm und immer wieder Sonnenschein.

Was ist schon ein Saeculum? fragt flüsternd der Rhein.

Und die Seele sucht ihr Glück und fragt wieder: Bin ich deutsch? Bin ich frei?

Und wir denken zurück an eine Nacht im Mai.

 

Und wir singen, singen, singen die alten Lieder. 

Und ihre Bedeutung ist für uns immer neu.

Wir singen sie laut. Wir singen sie leise. Und immer wieder. 

Und wir bleiben auf diese Weise ihnen und uns selber treu.

 Student sein, Student sein, Student sein.

 

Student – wer nicht nach Wahrheit strebt, der ist nie wahrhaft frei.

Freiheit ist nicht Anarchie, Wahrheit nicht Besserwisserei.

Albert mahnt uns: Sei auf Erden der, der beide ehrt.

Beides ist ein Werden und nichts, was dir gehört.

 

Und es gibt auch eine Gnade, die größer ist als wir.

Unsre Knie sind grade und wir beugen sie nur hier.

Jeder kann die Ewigkeit nur in sich selber finden

und sie erst dann und in Bescheidenheit den anderen verkünden.

 

Und wir singen, singen, singen die alten Lieder. 

Und ihre Bedeutung ist für uns immer neu.

Wir singen sie laut. Wir singen sie leise. Und immer wieder. 

Und wir bleiben auf diese Weise ihnen und uns selber treu.

 Student sein, Student sein, Student sein.

 

Mützen, Hände, Farben, Gläser: Zeichen, die man kennt.

Schöne Bräuche! Hohle Riten oder kleines Sakrament?

Mit Verstand und Herz und mit Distanz und Reflektion

wächst vielleicht auch Neues aus der alten Tradition.

 

Erhebst du dich und erhebst du mit dir auch dein Glas mit Bier,

dann frage ich dich: musst du dann für mich und musst du vor mir

deinen linken Handrücken

wirklich in den eigenen Rücken drücken?

 

Und wir singen, singen, singen die alten Lieder. 

Und ihre Bedeutung ist für uns immer neu.

Wir singen sie laut. Wir singen sie leise. Und immer wieder. 

Und wir bleiben auf diese Weise ihnen und uns selber treu.

 Student sein, Student sein, Student sein.

 

Land der Eltern – auch dich benennen stolz wir auf Latein.

Du kannst nicht dasselbe wie vor hundert Jahren sein.

Wir lieben dich mit Verstand für Freiheit, Frieden, Recht und Solidarität.

Dafür Herz und Hand! Weil es nicht um Großartigkeit geht.

 

In langen Nächten unter Linden geht es um das Argument.

Wir finden Unitas, aber finden auch das, was uns trennt.

Am Ende der Nacht haben wir oft gedacht: ist uns „der große Wurf“ gelungen?

Gezürnt, gegrollt, gelacht und dann zusammen gesungen.

 

Und wir singen, singen, singen die alten Lieder. 

Und ihre Bedeutung ist für uns immer neu.

Wir singen sie laut. Wir singen sie leise. Und immer wieder. 

Und wir bleiben auf diese Weise ihnen und uns selber treu.

 Student sein, Student sein, Student sein.

 

Wer singt in hundert Jahren die alten Lieder?

Was wird ihre neue Bedeutung sein? 

Schwingen sie sich hoch oder sinken sie nieder? 

Irgendwie treu, doch irgendwie neu wird es sein. 

Student sein, Student sein, Student sein.

                  Student sein, Student sein, Student sein.                  

lockengestöber  (veröffentlicht am 1. Februar 2024)

 

Wo du es am wenigstens erwartest, gerade da kann dir eine Geschichte begegnen. Haare, Steppe, ein Turm - ein deutsch-persisches Märchen in G-Moll und E-Moll.

 

lockengestöber

 

du sagst du warst fünfzehn jahre

sie sagten du seist nicht von hier

sie sagten deine haare

seien die haare von einem tier

 

lockengestöber

trauriges lied

ich weiß nicht warum so etwas immer wieder geschieht

 

heute sehe ich dich vor den wolken

du bist nah und doch nicht bei mir

braun braun braun

schimmern deine unendlich langen haare

und der turm hat keine tür

 

lockengestöber

trauriges lied

ich weiß nicht was mit dir hier gerade geschieht

 

ich höre dich singen – doch jetzt musst du gehn

ich denke an dich und dein kind

die dornen sie stechen – ich will dich sehn

ich merke ich bin blind

 

lockengestöber

trauriges lied

ich weiß nicht was mit mir hier gerade geschieht

 

kennst du unsere märchen? das alte wissen

die geschichten, die immer neu geschehn

sie gehören auch dir –

du warst ein wunsch im tränen-kissen

ich trage die krone – lass uns zusammen gehn

 

lockengestöber

sing es auf hessisch

lockengestöber

sing es auf farsi

lockengestöber

flirrende flocken

der schnee ist weiß

staub-locken-fäden

steppen glühen

es flimmert heiß

 

lockengestöber

trauriges lied

ich weiß nicht was mit uns gerade geschieht

 

rudabeh

ich befreie dich

aus deinem Turmverlies

 

rudabeh

dann nehme ich dich oder nimm du mich

mit in dein punzelgrünes pistazienparadies

 

narzissen tropfen moschustränen

durch rabenwimpern herab am elfenbein

und das ist der mond – ich sehe den mond

den mond in seinem blonden Schein

 

was ich seh

das bist du

rudabeh

 

lockengestöber

rudabeh

du bist schön

 

lockengestöber

rudabeh

lass mich im lockengestöber verwehn

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© Markus Sauer Chansons